An der Einmündung der Grolmanstraße auf der Nordseite des Savignyplatzes findet der geneigte Zecher den "Zwiebelfisch". Seit nun schon über 30 Jahren gibt es die Kneipe, gut die Hälfte dieser Zeit bestimmt Wirt Hartmut Volmerhaus die Geschicke des Ladens.
Mittags um zwölf sind die Schäden der letzten Nacht soweit beseitigt, daß geöffnet werden kann. Wer ausreichend Kondition mitbringt, kann bis zum nächsten Morgen um sechs durchmachen, und das kann schon ganz kurzweilig sein. Man kann natürlich auch später kommen und früher gehen. Für Gäste hat der "Fisch" Gleitzeit eingerichtet.
Von 12 bis drei gibt es warmes Essen (Tageskarte), mit Preisen
zwischen
vier und 10 Euro gästeftreundlich kalkuliert, vom Hahn
fließen
Schultheiss, Erdinger Hefeweizen und Budweiser zu ortsüblichen
Preisen, Weintrinker haben eine recht große Auswahl zwischen
deutschen,
französischen und italienischen Produkten, und wer das
Tresenpersonal
so richtig fordern will, kann sich auch einen Milchkaffee bestellen.
Die
Schnapsauswahl ist überdurchschnittlich. Insbesondere Trester- und
Whiskytrinker kommen auf ihre Kosten. (Siehe auch "Getränkekarte")
Im Zwiebelfisch liegen Tagesspiegel, tageszeitung, Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau und Süddeutsche Zeitung sowie Stadtmagazine, Spiegel und Stern aus, solange bis sie geklaut werden (was insbesondere für den Stern gilt, der unter den Gästen viele Liebhaber hat).
Aus den Lautsprecherboxen kommt (wenn sie denn in Betrieb sind) überwiegend Jazziges, gelegentlich auch Klassik, seltener Rock. Das alles normalerweise in einer Lautstärke, die Gespräche in normalem Tonfall nicht behindert.
Wem das nun alles an Unterhaltung noch nicht genug ist, der kann von
der am Platz strategisch günstigen Lage Charlottenburger
Straßenleben
beobachten. Tip: aufpassen, wenn jemand aus dem Möbelladen nebenan
kommt und versucht, irgendein Einrichtungsstück in einem
Kofferraum
zu verstauen, der ein paar Zentimeter zu kurz ist. Immer wieder
komisch.
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